🔺Gesetze, Urteile und Zahlen — was sich gerade ändert.

Creditreform 1. HJ 2026: Privatinsolvenzen auf neuem Höchststand – 5,67 Mio. Überschuldete

Aug. 2026

Der aktuelle SchuldnerAtlas zählt 5,67 Millionen überschuldete Erwachsene in Deutschland. Die Zahl der Privatinsolvenzen im ersten Halbjahr 2026 setzt den Anstieg der Vorjahre fort – für 2026 wird ein neuer Höchststand prognostiziert.

Quelle: creditreform.de

Digitalisierung der Zwangsvollstreckung: Neues Gesetz gilt ab 1. Oktober 2026

19.03.2026

Der Bundestag hat das Gesetz zur Digitalisierung der Zwangsvollstreckung verabschiedet (BGBl. I 2026/152). Ab Oktober werden Pfändungen und Zustellungen digital abgewickelt.

Quelle: bundestag.de

12.900 Unternehmensinsolvenzen im H1 2026 – höchster Stand seit 2013

Aug. 2026

Das erste Halbjahr 2026 zählt 12.900 Unternehmensinsolvenzen (+7,8 % zum Vorjahr), mit einer Schadenssumme von 28,5 Milliarden Euro und rund 165.000 betroffenen Arbeitsplätzen.

Quelle: creditreform.de

Branchen-Hotspots: Gastronomie +27 %, Bau +24 %, Dienstleistungen +12,6 %

1.HJ 2026

Die Insolvenzwelle trifft besonders Gastronomie und Beherbergung (plus 27 %), das Baugewerbe (plus 24 %) sowie das verarbeitende Gewerbe. Auch Dienstleistungen und die Kreativwirtschaft sind mit plus 12,6 % deutlich betroffen.

Quelle: creditreform.de

Neuer Schufa-Score 2026: Mehr Transparenz – vzbv sieht offene Fragen

2026

Der neue Schufa-Score nutzt 12 Kriterien auf einer Skala von 100–999 und verspricht mehr Transparenz. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) kritisiert jedoch, dass die Berechnungslogik weiterhin zu wenig offengelegt wird.

Quelle: vzbv.de

Inkasso 2026: Neue Rechtsprechung zur Kostentransparenz – Pauschalen werden abgewiesen

2026

Gerichte verlangen zunehmend detailliertere Forderungsaufschlüsselungen von Inkassounternehmen – pauschale Positionen werden häufiger abgewiesen. Gleichzeitig gelten erhöhte RVG-Sätze.

Quelle: national-inkasso.de

BaFin Fokusrisiken 2026: Buy-Now-Pay-Later als neuer Überschuldungstreiber

2026

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) identifiziert BNPL-Produkte und Kleinkreditketten als wachsendes systemisches Verbraucherschutzrisiko. Verschärfte Kreditwürdigkeitsprüfungen wurden eingeleitet.

Quelle: bafin.de

BGH: Restschuldbefreiung – Klarstellung zu nicht befreiungsfähigen Schulden

2026

Der Bundesgerichtshof hat präzisiert, dass deliktische Forderungen und Unterhaltsrückstände explizit nicht von der Restschuldbefreiung erfasst sind.

Quelle: schmid.legal