Schuldnerberatung für Unternehmer und Freiberufler Chemnitz

FAQ – Ratgeber bei Schulden und Pfändung

Antworten auf häufige Fragen zur Schuldnerberatung in Chemnitz & Sachsen – für Privatpersonen, Unternehmer & Freiberufler zu Schulden, Pfändung, P-Konto, Insolvenzverfahren u.v.m.

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Wer hilft mir, wenn ich Schulden habe?

Eine qualifizierte Schuldnerberatung ist die zuverlässigste Anlaufstelle. Es gibt

  • die gemeinnützigen und karitativen Schuldnerberatungen, zum Beispiel den VfK e.V. Sulingen (geeignete Stelle nach § 305 Abs. 1 Nr. 1 InsO) – Außenstelle Chemnitz, Caritas, AWO, Diakonie Deutschland oder das DRK.
  • die öffentlichen und staatlichen Schuldnerberatungen (Sozialämter, Eigenbetriebe der Kommunen, Verbraucherzentralen).
  • die anwaltlichen Schuldnerberatungen (Fachanwälte für Insolvenzrecht).
  • die gewerblichen Schuldnerberatungen bzw. Berater (sind oft besser als ihr Ruf).

Anmerkung: „Gewerblich“ bedeutet keineswegs unseriös, und der Status eines Anwalts ist kein Garant für die bessere Beratung.

Wenn du als Privatperson, Selbstständiger oder Freiberufler in Sachsen eine Schuldnerberatung suchst, kannst du ganz unkompliziert einen Termin vereinbaren.

Ich, Ulrich Freund, begleite dich als IHK-zertifizierter Schuldnerberater durch den gesamten Prozess – strukturiert, respektvoll und auf Augenhöhe.

Was du vorher wissen solltest: Kostenpflichtige Schuldnerberatung: sinnvoll oder nicht?

Gewerblicher Anbieter vs. Anwälte: Wer berät besser?

Weder die Berufsbezeichnung „Rechtsanwalt“ noch „Gewerblicher Schuldnerberater“ schützt pauschal vor schlechter Beratung. Entscheidend ist die Seriosität im Einzelfall.

Ein guter Berater, ob Anwalt oder gewerblicher Anbieter, zeichnet sich durch vollkommene Kostentransparenz, realistische Einschätzungen ohne leere Versprechungen („Schuldenfrei in 24 Stunden“) und eine individuelle Prüfung deiner Existenzsicherung aus.

Gewerbliche Berater bieten oft den Vorteil extrem schneller Termine und arbeiten für die rechtliche Absicherung fest mit Kooperationsanwälten zusammen.

Ich, Ulrich Freund, begleite dich als IHK-zertifizierter Schuldnerberater durch den gesamten Prozess – strukturiert, respektvoll und auf Augenhöhe.

Was du vorher wissen solltest: Kostenpflichtige Schuldnerberatung: sinnvoll oder nicht?

Was ist eine Privatinsolvenz?

Eine Privatinsolvenz ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren ausschließlich für Privatpersonen. Nach drei Jahren der sogenannten Wohlverhaltensphase werden dir die restlichen Schulden erlassen.

Mehr zum Thema: Privatinsolvenz im Überblick

Was ist eine Regelinsolvenz?

Regelinsolvenz ist das gesetzliche Insolvenzverfahren in Deutschland für Unternehmen, juristische Personen (z. B. GmbH, AG) sowie für aktive und unter bestimmten Voraussetzungen ehemalige Selbstständige. Das Verfahren greift bei Zahlungsunfähigkeit, drohender Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung.

Das Hauptziel der Regelinsolvenz ist es, die Gläubiger gemeinschaftlich zu befriedigen. Dies geschieht entweder durch die Verwertung des verbleibenden Vermögens (Liquidation) oder durch den Erhalt des Unternehmens mithilfe eines Sanierungsplans (Insolvenzplan). Für natürliche Personen (z. B. Einzelunternehmer) bietet das Verfahren nach drei Jahren die Chance auf eine Restschuldbefreiung für einen wirtschaftlichen Neuanfang.

Was ist der Unterschied zwischen einer Regelinsolvenz und einer Verbraucherinsolvenz?

Der Hauptunterschied liegt darin, wer das Verfahren durchläuft und welche Voraussetzungen vorab erfüllt sein müssen.

Zielgruppe: Die Verbraucherinsolvenz (Privatinsolvenz) ist ausschließlich für Privatpersonen (Verbraucher) gedacht. Die Regelinsolvenz gilt für Unternehmen, juristische Personen und Selbstständige.

Ehemalige Selbstständige: Wer früher selbstständig war, fällt nur dann in die Verbraucherinsolvenz, wenn die Vermögensverhältnisse überschaubar sind (weniger als 20 Gläubiger) und keine Schulden aus Arbeitsverhältnissen (z. B. offene Gehälter oder Sozialabgaben) vorliegen. Andernfalls gilt die Regelinsolvenz.

Pflicht zum Einigungsversuch: Vor einer Verbraucherinsolvenz muss zwingend ein offizieller, außergerichtlicher Einigungsversuch mit den Gläubigern scheitern. Bei der Regelinsolvenz ist dieser vorgeschaltete Schritt keine Pflicht – der Insolvenzantrag kann direkt beim Gericht gestellt werden.

Mehr zum Thema: Privatinsolvenz im Überblick | Schuldnerberatung für Selbstständige, Unternehmer und Freiberufler

Wie verhält es sich mit der SCHUFA? Wo bekomme ich eine kostenlose SCHUFA-Auskunft?

Nach deiner Restschuldbefreiung muss die SCHUFA deine Einträge zu den Altschulden und den Insolvenzvermerk nach einem halben Jahr löschen. Neue Schulden, die du nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens machst, fallen nicht darunter und werden mit der Restschuldbefreiung nicht gelöscht.

Zahlst du eine Schuld vollständig ab (auch neue Schulden während eines Insolvenzverfahrens), wird der Eintrag in der Regel drei Jahre nach der Erledigung gelöscht. Hast du die Forderung innerhalb von 100 Tagen nach der Meldung beglichen und liegen keine weiteren Negativeinträge vor, kann die Löschung schon nach 18 Monaten erfolgen.

Wo bekomme ich eine kostenlose SCHUFA-Auskunft?

Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO forderst du direkt bei der SCHUFA an: Datenkopie nach Art. 15 DSGVO. Seit März 2026 kannst du deinen SCHUFA-Score außerdem kostenlos im SCHUFA-Account einsehen, im Browser oder per App.

Was ist eine Restschuldbefreiung?

Für Menschen mit hohen Schulden kann die Insolvenz ein realistischer Weg raus aus dem Schuldenchaos sein. Eine Verbraucherinsolvenz (umgangssprachlich Privatinsolvenz) gibt dir drei Jahre lang einen festen finanziellen Rahmen vor, in dem du den nicht pfändbaren Teil deines Einkommens behalten darfst. Alles, was darüber liegt, „verteilt“ der Insolvenzverwalter an deine Gläubiger. Der Rest des Schuldenbergs wird dir nach drei Jahren erlassen – das ist die eigentliche Restschuldbefreiung.

Achtung: Es gibt sechs Versagungsgründe, die deine Restschuldbefreiung verhindern können. Mehr dazu: Versagungsgründe im Überblick

Aber: Privatinsolvenz ist keine pauschale Lösung, die für jeden passt. Wer selbstständig ist (oder war) oder besondere Gläubigerkonstellationen hat, braucht eine individuelle Herangehensweise.

Ausführliche Informationen erhältst du auch hier: Wie eine Verbraucherinsolvenz grundsätzlich verläuft

Was macht eine Schuldnerberatung eigentlich genau?

Eine Schuldnerberatung hilft dir dabei, deine finanziellen Probleme Schritt für Schritt in den Griff zu bekommen. Zuerst schauen wir uns gemeinsam alle Einnahmen, Ausgaben und Schulden an. Das Ziel ist ein klarer Überblick über deine aktuelle Lage.

Danach prüfen wir, welche Forderungen berechtigt sind. Wir nehmen Kontakt zu deinen Gläubigern auf und versuchen, tragfähige Lösungen auszuhandeln – etwa eine Ratenzahlung oder einen teilweisen Erlass der Schulden.

Wann ist eine Schuldnerberatung notwendig?

Externe Unterstützung wird notwendig, wenn rote Zahlen überfordern, rechtliche Fragen offen sind oder der Umgang mit den Finanzen Stress macht. Themen wie Inkasso, Pfändung oder Insolvenzrecht lassen sich allein kaum bewerten.

Mehr zum Thema im Beitrag: Welche Schulden Vorrang haben, wenn das Geld nicht reicht

Wie lange dauert eine Beratung, und ist eine kostenpflichtige Schuldnerberatung sinnvoll?

In der Regel dauert eine kostenfreie Erstberatung zwischen 30 und 60 Minuten, je nach persönlicher Lage und Beratungsbedarf.

Zur Kostenfrage: Kostenfreie Angebote reichen in vielen Fällen aus. Kostenpflichtige Schuldnerberatung kann in bestimmten Situationen ebenfalls hilfreich sein – entscheidend sind persönliche Lage, Zeitdruck und Beratungsbedarf.

Was du vorher wissen solltest: Kostenpflichtige Schuldnerberatung: sinnvoll oder nicht?

Pfändungstabelle 2026/2027 – welche Pfändungsfreigrenze gilt aktuell?

Seit dem 1. Juli 2026 gilt eine neue Pfändungstabelle. Vom Arbeitseinkommen bleiben für Alleinstehende ohne Unterhaltspflichten monatlich 1.587,40 € unpfändbar. Laut Tabelle wird erst ab einem Nettoeinkommen von 1.590,00 € gepfändet. Auf dem P-Konto liegt der monatliche Grundfreibetrag bei 1.590,00 €. Für Personen mit Unterhaltspflichten gelten höhere Freibeträge. Die neue Tabelle gilt bis zum 30. Juni 2027.

Du kannst dein P-Konto jederzeit mit einer aktuellen P-Konto-Bescheinigung anpassen, wenn sich dein Freibetrag – etwa durch die Geburt eines Kindes – erhöht.

Hier kommst du zur gültigen Pfändungstabelle (PDF).

Stand: Pfändungsfreigrenzenbekanntmachung 2026, BGBl. 2026 I Nr. 80. Gültig 01.07.2026–30.06.2027.

Bekomme ich eine P-Konto-Bescheinigung?

Natürlich bekommst du diese von mir. Ganz einfach, DSGVO-konform und unbürokratisch. Kontaktiere mich über WhatsApp, per Mail oder telefonisch, damit wir alles Weitere klären können.

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
WhatsApp: +49 371 3677723

Welche Schulden sollte man zuerst bezahlen, wenn das Geld nicht reicht?

Wenn das Geld knapp wird, haben existenzsichernde Schulden Vorrang: Miete, Strom, Heizung, Unterhaltsverpflichtungen und Steuerschulden. Diese können bei Nichtzahlung unmittelbar zu Wohnungsverlust, Stromsperre oder staatlichen Zwangsmaßnahmen führen.

Ratenkredite, Handyverträge und Versandhandel sind nachrangig – sie führen zu Mahnungen und SCHUFA-Einträgen, gefährden aber nicht sofort deine Grundversorgung.

Mehr dazu im Beitrag: Welche Schulden Vorrang haben, wenn das Geld nicht reicht

Was passiert bei Mietrückstand und wie kann ich eine Kündigung vermeiden?

Bereits zwei ausstehende Monatsmieten können in Deutschland zu einer fristlosen Kündigung führen – im schlimmsten Fall mit Räumungsklage und Wohnungsverlust. Sprich frühzeitig mit deinem Vermieter und vereinbare Ratenzahlungen oder Zahlungsaufschübe.

Ist die fristlose Kündigung schon ausgesprochen, wird sie unwirksam, wenn der Rückstand spätestens zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage vollständig bezahlt ist oder sich Jobcenter bzw. Sozialamt in dieser Frist zur Zahlung verpflichten. Das geht allerdings nur einmal innerhalb von zwei Jahren.

Prüfe auch, ob du Anspruch auf Wohngeld oder Übernahme der Miete durch das Jobcenter hast.

Wann droht eine Stromsperre und was kann ich dagegen tun?

Eine Stromsperre ist möglich, wenn du trotz Mahnung mit mindestens 100 € im Rückstand bist und der Rückstand zugleich mindestens doppelt so hoch ist wie dein monatlicher Abschlag. Der Versorger muss die Sperre mindestens vier Wochen vorher androhen und den Termin acht Werktage vorher ankündigen. Seit Dezember 2025 dürfen nicht mehr nur Grundversorger, sondern auch andere Stromanbieter sperren lassen.

In der Grundversorgung hast du nach einer Sperrandrohung das Recht auf eine zinsfreie Ratenzahlungsvereinbarung (Abwendungsvereinbarung). Darum: Warte nicht, bis die Sperre vollzogen ist. Handle sofort nach der Androhung.

Was darf eigentlich ein Gerichtsvollzieher?

Wenn sich der Gerichtsvollzieher ankündigt, löst das bei vielen Betroffenen zunächst Unruhe oder Angst aus. Doch Wissen baut Ängste ab: Die rechtlichen Grundlagen der Zwangsvollstreckung sind klar geregelt – auch Schuldner haben festgeschriebene Rechte.

Kann ich einen Termin mit dem Gerichtsvollzieher verschieben?

Ja, bei Krankheit oder wichtigen Gründen ist eine Terminverschiebung möglich. Bitte melde dich frühzeitig, um Mehrkosten zu vermeiden.

Muss ich meine Wohnung öffnen, wenn der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht?

Nur mit richterlichem Beschluss darf der Gerichtsvollzieher gewaltsam eintreten. Ohne Beschluss gilt: Der Zutritt ist freiwillig.

Können lebenswichtige Dinge gepfändet werden?

Nein. Gegenstände des täglichen Lebens oder für den Beruf notwendige Arbeitsmittel sind in der Regel geschützt.

Was ist das SchuBerDG?

Das Schuldnerberatungsdienstegesetz (SchuBerDG) verpflichtet die Bundesländer, Menschen mit Schulden den Zugang zu unabhängiger Schuldnerberatung zu sichern. Bundestag und Bundesrat haben am 25. September 2026 zugestimmt, in Kraft tritt es überwiegend am 20. November 2026. Kostenlos muss die Beratung nicht sein: Erlaubt sind Entgelte, die keine unangemessene Belastung darstellen und nicht der Gewinnerzielung dienen.

Mehr dazu: Neues Schuldnerberatungsgesetz 2026: Was ändert sich für dich?

Quellen: Gesetzgebungsverfahren zum Schuldnerberatungsdienstegesetz (BMJV)
Aktueller Stand: Bundesrat, Plenarsitzung vom 25. September 2026

Gilt das SchuBerDG auch für Selbstständige und Freiberufler?

Für Schulden aus einer selbstständigen oder gewerblichen Tätigkeit nicht – das Gesetz gilt für Verbraucher nach § 13 BGB. Für private Schulden, die eindeutig nichts mit der beruflichen Tätigkeit zu tun haben, kann die Verbrauchereigenschaft im Einzelfall trotzdem gegeben sein.

Selbstständig oder freiberuflich und überschuldet – was jetzt?

Wer als Freiberufler oder Gewerbetreibender in eine Schuldensituation gerät, steht vor anderen Fragen als ein Arbeitnehmer: Welches Verfahren kommt infrage? Was passiert mit dem Betrieb? Kann die Selbstständigkeit weitergeführt werden?

➡️ Ausführliche Informationen erhältst du als Selbstständiger hier: Schuldnerberatung für Selbstständige und Gewerbetreibende: Dein Weg aus der Krise

➡️ Ausführliche Informationen erhältst du als Freiberufler hier: Schuldnerberatung für Freiberufler: Deine besondere Situation

➡️ Ausführliche Informationen erhältst du als GmbH/UG hier: Schuldnerberatung für GmbH & UG: Wenn Zeit der wichtigste Faktor ist

Wir beraten Unternehmer & Freiberufler in Chemnitz und der Region, ohne lange Wartezeiten.

Kann ich in der Insolvenz weiterhin selbstständig oder freiberuflich arbeiten?

Die kurze Antwort: In vielen Fällen ja, aber nicht ohne Planung. Während eines Insolvenzverfahrens kann deine Tätigkeit unter bestimmten Bedingungen freigegeben werden.

Ich, Ulrich Freund, stehe dir als zertifizierter Schuldnerberater in Chemnitz diskret und ehrlich zur Seite.

Deine Frage wurde noch nicht beantwortet?

Diese FAQ-Seite wird stetig erweitert. Zögere nicht und nimm Kontakt zu uns auf. Wir helfen dir gern weiter und klären dein Anliegen in einem vertraulichen Gespräch.

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